Advent 3

Weihnachten: Die Zeit der Besinnlichkeit, der Ruhe und der Gemeinsamkeit. Schlechtes Gewissen stört dabei nur - und doch empfinden wir es, wenn wir daran denken, wie klimaschädlich Weihnachten oft gefeiert wird. Das muss aber nicht sein: Die alexandria-Redaktion gibt dir jeden Adventsonntag ein paar Tipps, wie du nachhaltiger Weihnachten feiern kannst!

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Nachhaltige Kerzen kaufen

In keiner anderen Saison werden so viele Kerzen gekauft und genutzt wie zu Weihnachten. Kein Wunder, denn in ihren langen und duftenden Schatten kommt jeder Engel gerne zu Besuch. Oder auch nicht – denn viele dieser Kerzen sind nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern potenziell auch gesundheitsschädlich.
Ein Großteil der handelsüblichen Kerzen besteht aus Paraffin. Das ist ein Stoff, der als Nebenprodukt bei der Herstellung von Benzin entsteht. Es gibt viele Umweltprobleme, die mit fossilen Brennstoffen zusammenhängen. Beispielsweise wird bei der Produktion Erdöl verbrannt und Kohlenstoff freigesetzt.
Gleichzeitig gibt es ein hartnäckiges Gerücht, dass Kerzen aus Paraffin auch gesundheitsschädlich sind. Das konnte bisher aber weder wissenschaftlich bewiesen noch widerlegt werden. Im Rauch von Paraffin-Kerzen sind mehr Schadstoffe vorhanden als bei allen anderen Arten von Kerzen. Die Menge ist jedoch wahrscheinlich so gering, dass sie keinen Einfluss auf uns nimmt. Es wird aber in jedem Fall davor gewarnt, Rauch direkt einzuatmen.
Wenn du Kerzen aus Paraffin vermeidest, greifst du wahrscheinlich zu Stearin, denn dieser Stoff wird ebenfalls häufig benutzt. Kurz gesagt handelt es sich dabei um Palmöl, zu dem oft noch tierische Fette gemischt werden. Viele dieser Kerzen sind dementsprechend nicht vegan. An sich ist Palmöl nicht schlecht für die Umwelt. Bei einer Kerze im Handel wird jedoch häufig das billigste Produkt verwendet. Das bedeutet, dass das Palmöl aus Brasilien stammt und der Regenwald dafür unkontrolliert abgeholzt wurde.
Nachhaltige Alternativen sind nicht so leicht zu finden. Auf Weihnachtsbäumen kommen besonders gern Bienenwachskerzen zum Einsatz. Sie sind teuer, aber eine ausgezeichnete Alternative zu Paraffin und Stearin. Außerdem gibt es Kerzen, die aus Sojawachs oder Raps bestehen. Auch sie sind nachhaltig. Als die vielversprechendste Alternative gilt jedoch Biomasse, die aus organischen Abfällen gewonnen wird. Sie sind sowohl für die Umwelt als auch für den Geldbeutel eine Erleichterung.
Während der Handel nur eine geringe Auswahl an nachhaltigen Kerzen bietet, sind sie im Internet leichter zu finden. Bei der bekannten Marke „Grüne Erde“ gibt es viele Modelle zur Auswahl. Und in diesem kleinen Online-Shop kann man sogar verschiedene Bio-Kerzen, die in Wien gefertigt werden, erstehen.

Nachhaltige Kerzen für weihnachten

Nachhaltige Weihnachtsdekoration zum Selbstmachen

Er gehört zu Weihnachten einfach dazu: der Christbaum. Das immerwährende Grün seiner Nadeln soll bereits vor Heiligabend Weihnachtsstimmung in unsere Wohnzimmer bringen. Viele Familien erfreuen sich daran, den Baum gemeinsam zu schmücken und ihn für den großen Abend vorzubereiten.
Allseits beliebt sind Weihnachtskugeln aus Plastik, Glas und Porzellan in allen möglichen Formen und Farben. Kunststoffe sind allerdings weder in der Herstellung, noch in der Entsorgung nachhaltig. Es gibt jedoch auch umweltfreundliche Alternativen, auf die du zurückgreifen kannst. Heute möchten wir dir einige kreative Lösungen vorstellen.

Stroh- und Holzschmuck
Wie wäre es heuer mit einer klassischen Dekoration aus Stroh oder Holz? Diese kann aufgehoben und immer wieder verwendet werden. Selbst wenn du sie nach einigen Jahren austauschen möchtest, werden so Berge von schwer abbaubarem Plastikmüll verhindert. Dank zahlreicher Farben und Formen kommt keine Langeweile auf.

Christbaumschmuck selbst sammeln
Tannen-, Fichten- und Lärchenzapfen finden sich im Herbst in jedem Wald und warten nur darauf, eingesammelt zu werden, um uns an Heiligabend zu erfreuen. Diese können nach Gebrauch aufgehoben oder auch in den Wald zurück gebracht werden.

Nüsse, Orangen und Gewürze
Nichts ist weihnachtlicher, als die Mischung von Nüssen, getrockneten Orangen und Zimt. Diese drei kannst du mit einem Garn ganz einfach als zusätzlichen Weihnachtsschmuck einsetzen. Danach kannst du die Nüsse naschen, die getrockneten Orangen als Dekoration aufheben und die Zimtstangen im nächsten Glühwein verkochen.

Leckereien auf dem Baum
Was wäre Weihnachten ohne Weihnachtsgebäck? Als Schmuck genutzt, erfreuen sie uns sogar doppelt. Beim Backen einfach ein paar Kekse mit einem Loch versehen, zur Seite legen und erst nach der Bescherung vom Baum naschen.

Christbaumschmuck selbst Basteln
Für alle kreativen Weihnachtsliebhaber:innen eignet sich auch selbstgebastelter Weihnachtsschmuck. Der Fantasie sind hierbei keinerlei Grenzen gesetzt. Strohsterne können gemeinsam gebunden, Holzdekoration selbst gesägt werden. Für alle Einsteiger:innen empfehlen wir Papierschmuck.
Alles was man hierfür benötigt: ein Stift, eine Schere und Papier, sowie eine Anleitung – wie diese hier für eine Schneeflocke.

Weihnachtsstern aus Papier

Einen nachhaltigen Weihnachtsbaum besorgen

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, umweltfreundlich wärst du ein Traum...
Das denken sich wohl viele, die während der Feiertage nicht auf Tannenduft im Wohnzimmer verzichten wollen, aber sich der miesen Ökobilanz der Bäume bewusst sind. Gewachsene Christbäume sind zwar CO₂-neutral, da sie beim Wachsen so viel Kohlendioxid aufnehmen, wie frei wird, wenn sie nach dem Fest verbrannt werden.
Doch der Transport der Bäume, zuerst von Plantagen zu lokalen Händlern und dann mit dem PKW nach Hause, verursacht beträchtliche Emissionen. Mit solchen Bäumen kann man sich auch allerhand Pestizide im Wohnzimmer einhandeln. Beim Kauf lohnt daher ein Blick aufs Bio-Label.
Optimal sind Weihnachtsbäume, die regional von Bäuer:innen und Förstner:innen angeboten werden. Umweltfreundlich sind auch lebende Christbäume im Topf, die man kaufen oder mieten kann. Dabei sollte aber die CO₂-Bilanz von Topf und Anlieferung beachtet werden.
Solche Bäume müssen dann auch gepflegt werden. Doch leider überleben viele Weihnachtsbäume ihren Besuch in unseren Wohnzimmern nicht.
Viele Menschen greifen als Alternative zu Plastikweihnachtsbäumen. Diese sind zwar CO₂-intensiv in Produktion und Transport, doch, so der Gedanke, halten dafür viele Jahre. Die Plastikgewächse müssten mehr als 15 Jahre im Einsatz sein, bis ihre Ökobilanz im Vergleich zu herkömmlichen Bäumen positiv ist. Die meisten sind allerdings schon nach 9 Jahren ein Fall für die gelbe Tonne.
Haltbare Alternativen zu Christbäumen können aus natürlichen Materialien hergestellt werden, wie etwa der Keinachtsbaum. Hast du dich dennoch für einen gewachsenen Weihnachtsbaum entschieden, solltest du nach dem Fest auf die korrekte Entsorgung des Baums achten: Entferne Schmuck und Plastik wie Lametta und bring es zu einer Entsorgungsstelle. In Wien findest du die nächste Entsorgungsstelle hier.

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